Hygiene

Die Aufbereitung der Endoskope und des Zubehörs in einer gastroenterologischen Praxis hat einen großen Stellenwert und die gesetzlichen Anforderungen an die Hygiene müssen unbedingt eingehalten werden. Um Vorsorgekoloskopien durchführen zu können, müssen bestimmte personelle sowie auch hygienische Standards eingehalten werden.

Zu den personellen Voraussetzungen zählen:

Der Untersucher muß mindestens 200 Koloskopien im Jahr selbständig durchführen, wobei mindestens 10 Polypektomien mit der elektrischen Schlinge durchgeführt werden müssen. In unserer Praxis werden jährlich ca. 7000 endoskopische Untersuchungen von Herrn Dr. Hackelsberger, Frau Dr. Helmreich-Becker und Herrn Dr. Schmitt zusammen durchgeführt.

Hygienische Voraussetzungen:

Zu den hygienischen Standards zählen mikrobiologische Kontrolluntersuchungen aller Endoskope 2 x jährlich. Hierbei wird untersucht, ob es zu Keimrückständen in den Arbeitskanälen der Endoskope gekommen ist und ob sich diese eventuell anzüchten lassen. Bei unseren bisherigen, regelmäßigen Untersuchungen, die von einem unabhängigen Labor erfolgen, wurden keine Beanstandungen vorgebracht.

Vollautomatische Aufbereitung:

Desweiteren werden die Endoskope in unserer Praxis vollautomatisch in vorgesehenen Endoskopwaschmaschinen aufbereitet. Die Aufbereitung in Vollautomaten erleichtert und standardisiert das Aufbereitungsverfahren, daher ist die maschinelle Aufbereitung der manuellen Aufbereitung vorzuziehen. Die Aufbereitung sollte standardisiert sein. In unserer Praxis bestehen Vorschriften, die die Aufbereitung der Endoskope sowie des Zubehörs genau beschreiben und diese werden streng eingehalten.

Sterilisation des Zubehörs:

Die Instrumente, z.B. Biopsiezangen, mit denen wir die Schleimhautproben entnehmen, müssen im Gegensatz zu den Endoskopen sterilisiert werden. D.h. eine thermische oder Gassterilastion zur Abtötung aller Keime muß erfolgen. Diese Sterilisation geschieht für unser Zubehör in der zentralen Sterilisationsabteilung der St. Josefs-Hospitales. Die Sklerosierungsnadeln zum Unterspritzen sind Einmalnadeln. Unser Hygienestand ist somit derzeit der höchste, der zur Verfügung steht.

Fortbildung der Mitarbeiter:

Unsere Mitarbeiter nehmen regelmäßig an internen Fortbildungen teil und besuchen auch Kongresse zu gastroenterologischen Themen, um ihr Wissen zu vertiefen und neue Verfahrensweisen zu erlernen. Die ständige Fortbildung des Praxisteams ist eine wichtige Voraussetzung, um die besten hygienischen und medizinischen Standards in einer Praxis aufrechtzuerhalten.