Ösophagus-pH-Metrie

(Langzeitsäuremessung in der Speiseröhre)

Warum pH-Metrie?

Der Magensaft ist ein sehr saures Sekret mit einem pH-Wert von 1,0 bis 1,5. Fließt der Magensaft zurück in die Speiseröhre oder sogar weiter in den Mund-Rachenraum können Beschwerden und Komplikationen auftreten, die unter dem Begriff Refluxerkrankungen zusammengefasst werden.

Die Refluxerkrankung wird in der Regel durch die typischen Beschwerden (Sodbrennen) oder endoskopisch diagnostiziert und recht wirksam z. B. durch Säureblocker behandelt. In Einzelfällen, z.B. bei einem nicht ausreichenden Ansprechen der Beschwerden auf Säureblocker oder vor Antireflux-Operationen kann eine sog. pH-Metrie hilfreich sein.

Was bedeutet pH-Wert?

Der pH-Wert gibt den sauren oder basischen Charakter einer Lösung an. Dabei bedeutet 1 eine stark saure und 14 eine stark alkalische oder basische Lösung. Der pH-Wert 7 ist der Neutralwert, also weder basisch noch sauer.

Wie erfolgt die Untersuchung?

Ein sehr dünner Plastikschlauch (Katheter) wird über eine Nasenöffnung in die Speiseröhre eingeschoben. Befindet sich die Messspitze in der Speiseröhre an der richtigen Stelle, wird der Messkatheter mit Klebestreifen an der Nase befestigt. Der Messkatheter ist mit einem kleinen tragbaren Computer verbunden und bleibt für 24 Stunden in der Speiseröhre liegen. Der Computer (Aufnahmegerät), z. B. am Gürtel tragbar, speichert die Informationen des Sensors („Messdaten“) über den gesamten Messzeitraum. Während der Messung sollten Sie möglichst normal Essen, Trinken und sich körperlich bewegen, damit die Messergebnisse annähernd dem normalen Tagesrhythmus entsprechen. Die Auswertung der Messdaten erfolgt weitgehend automatisiert.